Weinlagen. Terroir.

Lorcher Bodental-Steinberg

 

Die zwei benachbarten Weinlagen wurden zusammengezogen. So kam es zu dem Doppelnamen der Weinlage Lorcher Bodental-Steinberg. Der Boden besteht aus Schiefer, Sandstein und Quarziten. Die Weine sind kräftig-dicht und schwer mit einer markanten Säure. Ein bis zwei Jahre sollte man sich gedulden, um die volle Aromenvielfalt dieser Weine zu genießen.

Lorcher Kapellenberg

 

Der Lorcher Kapellenberg wurde schon 1480 als "hinter der Capelle" erwähnt. Sein Name stammt von der einstigen St. Markus-Kapelle, die bereits 1364 erwähnt wurde und heute nicht mehr existiert. Allerdings gibt es eine Erinnerungstafel in der Lorcher Rheinstraße zur „capellen zu sente Marx in dem capellhoffe zu Lorche".

Im Südhang entlang des Rheins zwischen Assmannshausen und Lorch gibt es auch eine 3,5 Hektar große Erste-Gewächs-Lage, die im Besitz des Weinguts Graf von Kanitz ist. Die Bodenstruktur ist mittel- bis tiefgründig und besteht auch hier vor allem aus lösshaltigen Schieferverwitterungen.

Lorcher Krone

 

1339, 1449 und 1458 wird die Weinlage Lorcher Krone als „an den cronen" urkundlich erwähnt. Man vermutet, dass sich ihr Name von einem alten Hausnamen in Lorch abgeleitet hat. Er könnte sich aber auch auf einer überragenden Baumkrone begründen. Der Hang dieser Weinlage weist mit einer Steigung von bis zu 50 Prozent nach Südwesten und ist sehr sonnenreich. Zudem schirmt der über den hoch gelegenen Weinbergen ansteigende Wald des Rheingaugebirges die Reben vor Kaltluft ab und der darunter gelegene Rhein sorgt für ein wärmendes und ausgeglichenes Kleinklima. Im Boden finden sich Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, Garanten für ausgewogene Säure.

Lorcher Pfaffenwies

 

Nach Assmannshausen hin - an der Bahnlinie und am Rhein entlang - befindet sich die Weinlage Pfaffenwies, die sich erst etwas flacher und dann immer steiler in die Höhe zieht. Urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1211 als „pafenwies“ und 1235 dann als „pfaffenwissen“. Man weiß, dass sie nach Pfarrer Dydo, dem Sohn des Ritters Nikolaus von Scharfenstein benannt ist.

Die Lage ist geprägt von der feuchten Wärme des Rheins, flachgründigen, steinigen Hunsrückschiefer- und Taunusquarzitböden und dem tiefgründigen Löss in den unteren Hängen.

Lorcher Schlossberg

 

Die Weinlage Lorcher Schlossberg ist an der Burgruine Nollig zu finden, die ihr wohl auch ihren Namen gab. Der Boden ist hier durch kalkhaltigen Löss geprägt, der den Weinen eine gewisse Würze mit feinem Spiel an Säure und blumigen Aromen gibt.